Vorbereitungskurs
Konzeption
Der Vorbereitungskurs gibt Menschen die Möglichkeit, sich mit den Themen Abschied, Trauer, Krankheit, Sterben und Tod auseinanderzusetzen. Er bietet den Raum, sich den eigenen Verdrängungen, Ängsten und Unsicherheiten zu stellen.
Er ist in einen Grund- und einen Aufbaukurs gegliedert. Der Grundkurs umfasst 6 Abende und ein Wochenende und ist für alle am Thema Interessierten offen. Er kann auch unabhängig vom Aufbaukurs besucht werden.
Im Aufbaukurs werden die Themen erweitert und vertieft. Er besteht aus 14 Abenden, zwei Wochenenden und vier Hospitationen.
Gebühren
Nach dem Besuch des Grundkurses muss entschieden werden, ob die Vorbereitungszeit mit dem Aufbaukurs fortgesetzt wird.
Der Aufbaukurs ist für diejenigen kostenfrei, die sich danach für zwei Jahre zur ehrenamtlichen Hospizarbeit verpflichten.
Anmeldung
Die Anmeldung zum Grundkurs ist beim Informationsabend möglich. Sollten Sie sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit und den damit verbundenen Vorbereitungskurs interessieren, merken wir Sie gerne vor und informieren Sie frühzeitig über die detaillierten Termine des Kurses.
Inhalte des Grundkurses
1. Informationsabend
Grundlagen und Ziele der Hospizarbeit
Vorstellung des Ambulanten Hospizdienstes Reutlingen e.V. und dessen Arbeit
Konzeption des Vorbereitungskurses
Geschichte der Hospizarbeit
Wünsche und Erwartungen, Vorbehalte und Ängste im Blick auf die Gruppe und die Vorbereitung
Wer bin ich? Warum bin ich hier?
Was kann ich geben? Was möchte ich empfangen?
Der Tod des Menschen ist wie das Leben einzigartig
Wir beschäftigen uns mit dem Prozess des Sterbens und unseren Vorstellungen und Wertungen vom Sterben
Wir begleiten den Sterbenden und achten auf seine Bedürfnisse und Wünsche
Sind die vielen Abschiede und Trennungen Vorbereitung auf das Loslassen im Sterben
Der Prozess eigener Trauer und möglicher Hilfen
Wie können Angehörige in ihrer Trauer begleitet werden?
Einführung ins helfende Gespräch
Wahrnehmungsübungen
Inhalte des Aufbaukurses
Einführungswochenende (außerhalb Reutlingens)
Selbsterfahrung
Lebe- und Sterbemeditation
Kreative Ausdrucksmöglichkeit
Gesprächsführung
Symbolsprache der Sterbenden
Schmerztherapie und Symptomkontrolle
- darüber wissen, beraten und vermitteln
Seelsorgerliche Begleitung von Sterbenden und Angehörigen
aus welchen Kraftquellen schöpfe ich
seelsorgerliche Fragen
Hilfe zum Sterben – Hilfe beim Sterben
Auseinandersetzung und Abgrenzung der passiven und aktiven Sterbehilfe
Gesprächsführung
Kinder und Tod
Hilfreiche – hilflose Helfer
- eigene Grenzen erkennen und annehmen
- ich gebe nicht nur – ich empfange auch
Begleitung pflegender und trauernder Angehöriger
- Trauer und Schuld
- Besuch eines Bestattungsinstituts
Standortbestimmung für meine eigene Beerdigung
Eigene Kraftquellen kennen lernen
Einführung in die Begleitung
Rückmeldung
Einführung in die Pflege (vier Abende)
Hospitationen im Pflegeheim, Sozialstation, Krankenhaus und Hospiz Veronika